Die Trainerausbildung bestand aus mehreren Blöcken. Neben dem einwöchigen Hauptteil der jeweiligen Disziplin (Standard und/ oder Latein) kam für alle Teilnehmer eine Ausbildung im so genannten überfachlichen Teil. Dort wurden unter anderem allgemeine pädagogischen Grundprinzipien und Kenntnisse zum Trainingsaufbau und Sportmedizin vermittelt. Im praktischen Anteil übten die Teilnehmer Dehnungs- und Entspannungsübungen.

Im Fachteil Standard übernahm die mehrfache Weltmeisterin Claudia Köhler aus Leipzig die Ausbildung. Im Lateinteil brachte uns Laurens Mechelke die jeweiligen Inhalte näher.


In den Fachdisziplinen erlernten wir eine vorgegebene Auswahl von Figuren aus jedem Tanz, aus dem D/C-Figurenkatalog, die in ihren technischen Details beschrieben und auch tänzerisch beherrscht werden müssen. Selbstverständlich muss alles sowohl als Herr wie auch als Dame getanzt werden können. Technik, mögliche Figurenkombinationen, musikalischer Aufbau, und die jeweiligen Besonderheiten der Tänze sowie deren Rhythmen und die Aufteilung in Taktschläge und Zählzeiten, Überlegungen zur praktischen Gestaltung des tänzerischen Unterrichtes gehörten zur Lehrstoff.

Coronabedingt mussten einige Lehrinhalte über eine Video-Konferenz realisiert werden, was sicherlich auch eine Herausforderung für die Dozenten und Teilnehmer darstellte.

Die Prüfung bestand aus vier Teilen. Neben einer theoretischen Prüfung im überfachlichen Teil im Rahmen eines multiple-choice Fragenkatalogs fand ein Vortanzen vor der Prüfungskommission statt. Die Teilnehmer zeigten dabei, dass sie sowohl die gelehrten Damen- und auch Herrenschritte der geübten Figuren in entsprechender Qualität beherrschen. Es galt also für diejenigen, die beide Disziplinen absolvierten, insgesamt für alle zehn Tänze demnach 20 Folgen (jeweils 10 als Herr und als Dame) zu tanzen.

Um die Eignung zur praktischen Vermittlung seines tänzerischen Wissens unter Beweis zu stellen, erfolgt für alle Teilnehmer eine Lehrprobe. Dort musste gezeigt werden, was den Kern des Trainerdaseins darstellt: die praktische Vermittlung des Wissens einer Figur an eine zufällige Auswahl von (Test-)Tänzern.

Schließlich fand noch die Technikprüfung statt. Dort kam es darauf an, dass erlernte Wissen über alle technischen Details aus den vorhandenen Lehrbüchern wiedergeben zu können. In den Standardtänzen kam dabei erstmalig in Deutschland die WDSF-Technik in einem C-Trainerlehrgang zur Anwendung.

Alles in allem eine sehr anspruchsvolle Ausbildung die jedoch sehr viel Verständnis für den Tanzsport vermittelt.

Dankeschön Rafael für den ausführlichen Bericht. Dann wünschen wir Marina und Rafael bestes Gelingen.

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